Taiji Säbel

Säbel

Traditionelles Taiji Quan in der von mir unterrichteten Form wirkt sich ordnend und energetisierend auf den gesamten Organismus und auch auf das Gehirn aus. In noch höherem Maße gilt dies für das Säbel-Taiji. Der etwa einen Meter lange Säbel erweitert Bewegungen und erfordert daher eine präzisere Ausrichtung im Raum. Dies schafft Ordnung im Gehirn und Klarheit im Denken.

Die moderne Hirnforschung kann nachweisen, dass ein Drittel unseres Gehirns mit der Verarbeitung von Körperhaltung und Bewegung betraut ist. Damit erfährt mein über Jahrzehnte entwickeltes Unterrichtskonzept eine wissenschaftliche Bestätigung. Schlechte Haltung und Bewegung erzeugen nämlich gewaltigen Stress, rauben sämtliche Energie und bringen das Gehirn in Unordnung. Nur durch qualitativ hochwertiges Training mit Hilfe eines erfahrenen Lehrers können diese unerwünschten Zustände beseitigt werden.

Traditionelles Säbeltraining erzielt hier deutlich positive Effekte. Der chinesische Säbel hat eine geschwungene Klinge, ist einschneidig und etwas kopflastig. Seine Form ermöglicht relativ harte Techniken. Bisweilen wird der Säbel auch knapp am Körper geführt, was ihn ganz deutlich vom zweischneidigen Schwert unterscheidet, das eher eine Distanzwaffe ist.

Im Training lernen wir das Herstellen von Weite sowie ein gut koordiniertes Aufbauen und Abbauen von Spannungen. Dies löst Stagnationen und bringt die Lebensenergie in einer bisher noch nicht dagewesenen Form zum Fließen. Außerdem vergrößert der Säbel das Energiefeld auf natürliche Art und Weise. Es ist eine faszinierende Aufgabe, die „unbeseelte" Waffe durch geschickten Gebrauch zum Leben zu erwecken.

Die Säbelform des traditionellen Yang-Stils besteht aus 32 Bewegungen und wird genau in der nach Yang Chengfu überlieferten Ausführung unterrichtet. Einzeltechniken und Anwendungsbeispiele mit Partner ergänzen das Training.