Qigong

Qigong
"Qigong am Meer" 2010, Istrien, Kroatien

Qigong (Ch’i Kung) bedeutet „intensive Energieübungen“ und arbeitet als Ganzheitsmethode mit denselben Vorstellungen von Energie, wie sie in China bereits vor über 2000 Jahren in den Naturwissenschaften, in der Medizin, in den Kampfkünsten und in unterschiedlichen Erleuchtungsschulen entwickelt wurden.

Qigong hat zahlreiche Übungsbestandteile, wie Regulierung der Körperhaltung und Bewegung, geistige Regulierung, Regulierung der Atmung, Regulierung von Bewusstsein und Vorstellung, Regulierung des Qi, Selbstmassage und Lockerung der Glieder. Es handelt sich also um eine enge Verbindung von körperlichen, energetischen und geistigen Maßnahmen.

Ausgehend von China werden modernes und traditionelles Qigong heute weltweit unterrichtet und von Millionen Menschen betrieben. Die Wirksamkeit unterschiedlicher Qigong-Methoden in der Krankheitsprophylaxe, im Leistungssport, in der Therapie, in der Rehabilitation, in den Kampfkünsten, in der Meditation und auch ganz einfach als Mittel zur Erlangung körperlichen und seelischen Wohlbefindens ist längst unter Beweis gestellt. 

Modernes Qigong

Modernes Qigong basiert auf Übungen, die man in frühen daoistischen und buddhistischen Schriften finden kann. Hier widmet man sich meist stärker therapeutischen Fragestellungen. Dies engt die Thematik in einer fachlich kaum vertretbaren Weise ein.

Darüber hinaus ist modernes Qigong aus politischen Gründen religiös und weltanschaulich bereinigt. Dadurch wird es auch naturwissenschaftlich „verträglich“ und materialistisch. Die bisweilen erstaunliche Wirksamkeit des ganzheitlichen traditionellen Ansatzes (siehe unten) bleibt dabei aber auf der Strecke.

Traditionelles Qigong

Im traditionellen Qigong sind in unterschiedlicher Form die alten weltanschaulichen und religiösen Vorstellungen erhalten geblieben. Die Vorgangsweisen orientieren sich stark an der Schule von Yin und Yang, der Schule der Fünf Wandlungsphasen, sowie daoistischen, buddhistischen und konfuzianischen Inhalten. Dadurch ergibt sich eine Fülle von Möglichkeiten der Qualitäts- und Wirkungssteigerung in den Übungen.

Das traditionelle Qigong unterscheidet sich auch in der Methodik stark von den modernen Schulen, arbeitet mehr mit dem Qi der Gefäße (Mai), der inneren Organe und vor allem auch dem Qi der Wirbelsäule. Es kann kein Zweifel bestehen, dass traditionelles Qigong bei guter Ausführung dem modernen Qigong weit überlegen ist. Allerdings ist es schwieriger zu erlernen und erfordert ein Hintanstellen des Egos, was für Menschen des westlichen Kulturkreises eine zusätzliche Hürde bedeutet.

Mein Unterricht orientiert sich seit Jahrzehnten an den Gepflogenheiten traditioneller Schulen, ist aber selbstverständlich an die körperlichen, energetischen und geistigen Möglichkeiten westlicher Menschen angepasst. Ich möchte betonen, dass in meinem Unterricht keine Hinführung zu einer bestimmten Religion beabsichtigt ist. Für mich sind Qigong und Taiji Quan hervorragende Hilfsmittel, um in unterschiedlichen Lebensbereichen Spitzenleistungen zu erbringen.

Qigong
Modernes und traditionelles Qigong
Qigong Grundübungen und Grundlagen
Aufnehmen, Reinigen und Harmonisieren
Sechs Laute
Organübungen
Hartes Qigong
Mehr Energie und Präsenz
Weiches Qigong
Befreite Energiebahnen und gestärkte Wirbelsäule
Das Qigong des Bagua Zhang
Zentrum und die zentrale Achse
Qigong-Standübungen
Innere Struktur entwickeln
Qigong Gehen
Gehen nach Guo Lin
Qigong für Therapeuten
Vom Umgang mit positiven und negativen Energien