Elleberger Grundlagen Übungen Seminare Kontakt

Paochui und Sanshou

Sanshou

Spricht man von Yangstil-Taiji, so denkt man automatisch an weite Positionen und langsame, stetig fließende Bewegungsabläufe. Nun hat sich allerdings aus der Anfangszeit des traditionellen Yang-Stils noch eine Form namens Paochui (Kanonenfaust) erhalten, deren Bewegungen zum größten Teil schnell ausgeführt werden. Die Form besteht aus 88 Bewegungen, von denen viele schon aus den langsamen Formen bekannt sind (Peitsche, Teilung der Mähne, Lotoskick, Kranich usw.).

Paochui hat zwei Teile, die deckungsgleich zusammenpassen und daher mit einem Partner geübt werden können, wobei jeder Angriff geblockt und gekontert wird. In diesem Fall spricht man von Sanshou (Lösen der Hände).

Sanshou zählt zu den fortgeschrittenen Übungen des Taiji Quan und ist eine exzellente Trainingsmethode. Selbstverständlich werden die Bewegungen am Anfang langsam ausgeführt und erst mit fortschreitender Sicherheit beginnt man das Tempo zu steigern. Eine weitere qualitative Verbesserung besteht in der fortlaufenden Entwicklung der Explosivkraft (Fajing).

Auch Paochui/ Sanshou ist neben Tuishou eine Taiji-Übung mit Yang-Charakter und somit ausgezeichnet geeignet, energetische Disharmonien auszugleichen und Schlackenstoffe aus dem Organismus zu entfernen.