Taiji Quan Qigong

Shifu Oswald Elleberger und Christian Waltenberger
Im Taiji Quan befasst man sich immer mit Qi und so gesehen wäre jede Taiji-Betätigung als Qigong, als „intensive Arbeit mit Qi“ zu bezeichnen. Es hat sich aber eingebürgert, alle Trainingsformen, die eher in Richtung Kampf weisen, wie etwa Tuishou, Sanshou, Soloform oder Waffenforms nicht als Qigong zu bezeichnen.
Als Taiji Qigong bezeichnet man nun eher Übungsformen, in welchen ein Thema oder einige wenige Themen im Vordergrund stehen. Neben Taiji-Atemübungen sind die Techniken des Taiji Ball, Chansijing, Spiral-Übungen sowie die Praxis der Laute Heng und Ha typisches Taiji Qigong.
Durch die bewusste Beschränkung gelingt es, komplexe Abläufe besser zu erfassen und die (geistige) Überforderung hintanzuhalten. So kann man sich besser auf bestimmte Abläufe, etwa die Atmung, die Bewegung der Wirbelsäule, das Lenken des Qi oder ähnliches konzentrieren. Dies erlaubt es an bestimmten Themen gezielt zu arbeiten und den Körper, die Energie und den Geist zu einer untrennbaren Einheit verschmelzen zu lassen. Die neuen Erfahrungen und Fähigkeiten können dann in die komplexeren Abläufe des Taiji Quan eingebunden werden.