Qigong-Standübungen und Qigong-Gehen

DI Gerhard Elser
Gemäß der Lehre von den fünf Wandlungsphasen (Elementen) ist der Organismus aus fünf Schichten aufgebaut, die von außen nach innen lauten: Haut, Blutgefäßschicht, Muskelfleisch, Sehnen und Gelenke sowie als innerste Schicht die Knochen. Diese innerste Schicht (Yin) ist die wichtigste von allen.
Sind die Muskeln zu sehr verspannt oder unnatürlich erschlafft, zerstören sie das Ordnungssystem der Knochen. Unterschiedlichste Fehlhaltungen mit all ihren negativen Folgen für körperliche und geistige Gesundheit sind die Folge. Die unnatürliche Belastung der Knochen schädigt auch das primäre Qi, das mit der persönlichen Grundenergie gleichgesetzt werden kann.
Mit Hilfe der Standübungen wird die Steuerung der Muskulatur im Gehirn positiv beeinflusst und natürliche Spannungsverhältnisse werden wiederhergestellt. Damit ist es den Knochen im allgemeinen und der Wirbelsäule im speziellen möglich, ihre optimal geweitete Position zu finden. Das Qi kann wieder frei fließen und Energie ist im Überfluss vorhanden.
Der nächste Schritt besteht darin, die in den Standübungen gewonnenen Erfahrungen in die Dynamik der Bewegung zu übertragen. Dazu wird das „Qigong-Gehen“ eingesetzt. Dieses in China überaus beliebte System hat sowohl in der Therapie als auch in der Lebenspflege unter Qigong-Praktizierenden jeder Altersstufe viele Freunde gewonnen.