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Konfuzius

Konfuzius

Es ist nicht übertrieben, Konfuzius (Kŏngzĭ) als den wichtigsten Denker Chinas zu bezeichnen. Über etwa 2000 Jahre bildeten im Kaiserreich seine Gedanken und Lehrsprüche die Grundlage der Staatsreligion. Die von ihm begründete idealistische Sozialethik war in der Lage, China auch in chaotischen Zeiten zu einen. Fest steht, dass China weltweit die einzige seit der Steinzeit durchgehende Hochkultur der Erde ist, was zu wesentlichen Teilen dem Wirken des Konfuzianismus zugeschrieben werden kann.

An diesem Wochenende werden die wichtigsten Grundgedanken konfuzianischer Weltsicht vermittelt. Dies ist zuallererst die „Menschlichkeit“ (rén) als zentrale Tugend. Darüber hinaus werden die Themen des Konfuzianismus erläutert, von innen (Individuum) nach außen (Staat) gereiht: Selbstkultivierung, die Familie ordnen, den Staat regieren und schließlich das gesamte Land zum Frieden führen.

Die Daoisten haben die Anhänger des Konfuzianismus wegen ihrer Distanz zur Natur immer verhöhnt. Die Konfuzianer wiederum warfen den Daoisten vor, sich nicht um das Gemeinwohl zu kümmern und wie die Tiere zu leben.

Aus der Sicht der Schulen die ich vertrete, kann gesagt werden, dass konfuzianisches Denken einen hohen moralischen Anspruch hat, aber in der Umsetzung doch immer wieder an den Realitäten des Lebens und der zum Egoismus neigenden Arbeitsweise unseres Gehirns scheitert. Dennoch gilt es festzuhalten, dass der Konfuzianismus ein wesentlicher Teil der chinesischen Kultur, des chinesischen Denkens und Handelns ist. In der Beschäftigung mit chinesischen Disziplinen ist daher ein Grundverständnis der konfuzianischen Prinzipien unbedingt notwendig.