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Essen und Trinken

Energiegewinn statt Ernährungstheorien

Essen Trinken

Seit Jahren hat die „Ernährung nach den fünf Elementen“ bei uns Bekanntheit erlangt. Nahrungsmittel können den sogenannten „Fünf Wandlungsphasen“ zugeordnet werden. In China zählt man nicht Kalorien oder bestimmt die Zusammensetzung von Nahrungsmitteln aus den drei Gruppen Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette. Stattdessen interessiert der Energiegehalt, also ob ein Nahrungsmittel erwärmt oder kühlt. Außerdem postuliert man Wirkrichtungen. So kann ein Nahrungsmittel etwa ausleitend sein (nach unten wirken) oder Energie aufbauen (nach oben wirken).

Nahrungsmittel haben eine beträchtliche Wirkung auf unseren Energiehaushalt. Trotzdem wird es kaum möglich sein, sich durch das Essen tiefgreifend in seiner Persönlichkeitsstruktur zu ändern. Es genügt daher auch nicht, sich „richtig“ zu ernähren. So einfach lässt sich das Leben nicht in Regelwerke pressen. Im daoistischen Weltbild gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Es gibt nur Handlungen, die einer bestimmten Situation entsprechen oder eben nicht. Essen ist daher individuell zu sehen und muss auf die persönliche Lebensführung (Schreibtisch oder Spitzensport) und die persönliche Konstitution abgestimmt werden.

An diesem Seminar- Wochenende sollen die Grundlagen gesunder Ernährung aus der Sicht des chinesischen Kulturkreises dargestellt werden. Zusätzlich werden westliche Ernährungstheorien betrachtet und auf ihre Praxistauglichkeit aus östlicher Sicht überprüft. So wird z.B. die angeblich positive Wirkung von Vollkorn- oder Milchprodukten hinterfragt. Neben den Essen bildet auch das Trinken einen wesentlichen Teil unserer Ernährung. So sollen die vielfältigen Wirkungen von Getränken wie Wasser, Limonaden, Alkohol, Kaffee oder Tee dargestellt werden.